ad hoc

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Als die Rumänin/Schweizerin Aglaja Veteranyi mit ihrem Buch "Warum das Kind in der Polenta kocht" endlich europaweit Anerkennung findet, probt sie mit ihrem Partner Jens Nielsen unter dem Namen "Die Engelmaschine" auf dem Rieter Areal die beiden Produktionen "evtl. Herz" und "Kiosk International" (Regie Oliver Kühn) . Damit weht so etwas wie ein Hauch Extravaganz durch das Theater in der Ostschweiz. Zum Nulltarif können auch andere Theatergruppen den Raum auf dem Rieter Areal für Vorstellungen nutzen. Die Kinder- und Jugendproduktionen im "Industrie-Schick" des Rieter Areals finden ihr Publikum auch überregional. Die Produktion "Bunkergeschichten" wird im Jahr 2000 von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für das darstellende Spiel (SADS) mit dem Felix Rellstab Preis ausgezeichnet. Im Rahmen der "Acte de mediation" fährt das Theater Jetzt mit der Theatertruppe Buff Papier in einem umgebauten Eisenbahnwagon dem Bodensee entlang. Ein Mitschnitt vom Schweizer Fernsehen und das grosse Publikumsinteresse lassen das Vetrauen in diesen Betrieb erstarken. Dann ist da der Wunsch, mit ad hoc-Ensembles künftig Recherchentheater zu zeigen. Erste Produktionen und Gastspiele ("Bernina Express 65" und "La maison de quattre cheminées") bis ins italienisch sprechende Puschlav und in die Westschweiz folgen. Mit der Einsicht, dass das Rieter Areal zu viele räumliche und finanzielle Verpflichtungen mit sich bringt, wird das Mietverhältnis 2006 gekündigt. Just zu einem Zeitpunkt, als das ganze Areal verkauft und umgenutzt wird. Künftig stellt die Gemeinde Sirnach zu kulturverträglichen Konditionen Probe-  und  Lagerräume zur Verfügung. Die Firma Fairdruck ist loyaler Partner beim Sponsoring vom Newsletter "script" und ohne die Bienfaiteurs du théâtre ginge gar nichts.

(Pic: Andi Bissig, Valentin Baumgartner, Oliver Kühn in "Cosmos Schwan", Horgen 2018/19)