Geschätzte Kultur-Schaffende, -VermittlerInnen, - GängerInnen,

Geschätzte interessierte Damen und Herren,  

 

Die Interpellation („Kulturstiftung des Kantons Thurgau: ein Selbstbedienungsladen?“) von Urs Martin (SVP, Romanshorn) vom Oktober 2016 ist schon im Grossen Rat des Kantons Thurgau behandelt worden und konnte von Regierungsrätin Monika Knill (SVP) abgefedert werden (siehe Quellen unten).  Auf Einzelvoten wurde in einem scharfen Ton reagiert (siehe "Ignoranz und Dreistigkeit"). Was bedauerlich ist und sparwilligen Kreisen in Zeiten wie diesen den falschen Eindruck vermitteln könnte, was den Rückhalt der Kulturstiftung in der Bevölkerung angeht.

 

Sechs Monate nach Einreichen der Interpellation soll dies nun korrigiert und festgehalten werden: Die Arbeit der Kulturstiftung geniesst in verschiedenen Teilen der Bevölkerung einen Rückhalt und wird in ihrer Leistung anerkannt. Mit diesem Support soll wiederholt darauf hingewiesen werden, dass man diese Einrichtung grundsätzlich schätzt und nicht leichtfertig aufs "politische Spiel" setzen will. 

 

Dies aber auch mit dem Bewusstsein, dass in der Interpellation Martins durchaus Potential zur konstruktiven Auseinandersetzung mit der Arbeit der Kulturstiftung vorhanden ist und sich diese auch immer wieder selbst reflektieren soll und muss.   

 

Wenn Sie also im Grundsatz die Arbeit der Kulturstiftung des Kantons Thurgau gutheissen können und deren Leistung anerkennen, dann möchte ich Sie bitten, unten zu unterschreiben. Als UnterzeichnendEr erscheinen ausschliesslich Ihr Name und Ihr Wohnort. 

 

Je mehr Personen unterschreiben, desto grösser dürfte der Rückhalt für die Kulturstiftung des Kantons Thurgau gegenüber "kulturfernen und kulturpolitischen KleinsparerInnen" sein. 

 

Im Anschluss an diese Aktion werde ich  

- mich bemühen, das Statement bei den Ostschweizerischen Medien "unterzubringen".

- es den zuständigen kulturpolitischen Instanzen zukommen lassen.

- Es allen Unterschreibenden zustellen, damit sie es auf ihren Kanälen ("Social Media") verbreiten können.

 

Da bei dieser Aktion keine bestimmte politischen Auflagen erfüllt sein müssen, können alle als SupporterInnen unterschreiben - unabhängig ihres kantonalen und nationalen Wohnsitzes. Wer diesen Support weiterleiten will - gerne.

 

Laufzeit dieser Unterschriften-Aktion: Bis 30. April 2017      

 

Ich bedanke ich mich für das Interesse

und freue mich über zahlreiche Unterschriften.  

 

Oliver Kühn 

 

SUPPORT FÜR DIE KULTURSTIFTUNG DES KANTONS THURGAU

im Wortlaut

"Die unterzeichnenden Personen nehmen zur Kenntnis, dass die Förderpraxis der Kulturstiftung des Kantons Thurgau durch die Kritik von Alex Bänninger, Stettfurt, und durch die Interpellation von SVP-Kantonsrat Urs Martin, Romanshorn („Kulturstiftung des Kantons Thurgau: ein Selbstbedienungsladen?“) vom Oktober 2016 in ihrer Förderpraxis hinterfragt wird. 

Unter dem Eindruck der kürzlich auf nationaler Ebene beschlossenen Sparmassnahmen im Kulturbereich (aktuelles Stichwort "Zusammenführung der Theaterverbände") möchten wir festhalten,

- dass wir im Grundsatz von der Notwendigkeit der Kulturstiftung als zweite kantonale Förderinstanz im Thurgau überzeugt sind.

- dass wir die Arbeit der Stiftungsräte und der beratenden Kommissionen in aller Regel schätzen und ihnen die notwendige Kompetenz aussprechen.

- dass auch wir von der Kulturstiftung selbstverständlich eine unabhängige und transparente Förderpraxis erwarten.

- dass wir aber vor allem von den (kultur)politischen Kräften im Kanton Thurgau erwarten, dass sie Diskussionen und Interpellationen à la Bänninger/Martin oder kulturfernen Kreisen auch in Sparzeiten wie diesen nicht missverstehen als grundsätzliches Misstrauensvotum, sondern weiterhin hinter die Kulturstiftung des Kantons Thurgau stehen."

 

Die Unterzeichnenden (in alphabetischer Reihenfolge ihrer Nachnamen) 

 

Falls etwas Wesentliches vergessen gegangen sein sollte, dies bitte bei "Nachricht" eintragen. Sollte sich dabei eine mehrheitlich gewünschte Ergänzung herauskristallisieren, wird diese nachträglich eingefügt und der Text nochmals alllen Unterzeichnenden "zur Kontrolle" zugestellt.


Quellen/Informationen:

Der Interpellationstext von Urs Martin, SVP, Romanshorn.

 

Beantwortung durch den Regierungsrat vom 4. Oktober 2016

 

Von Ingnoranz und Dreistigkeit Jochen Kelter und Hermann Lei auf Thurgaukultur 

 

Berichterstattung auf Thurgaukultur mit Kommentar von Claudia Rüegg

 

"Auf den Punkt gebracht"Kommentar von Alex Bänninger, Stettfurt

 

"Thurgauer Kulturschaffende machen sich für die Kulturstiftung starkBericht auf Radio SRF Regionaljournal

 

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