COSMOS SCHWAN

theater, musik und ein stück geschichte...

"Da stellt sich natürlich die Frage nach der Zukunft. Vor allem nach unserer Zukunft. Ich meine, wer wird in Zukunft von uns reden...? Gibts von uns noch was zu erzählen? Oder versinken wir wieder in der Bedeutungslosigkeit?"

Im Cosmos Schwan werden dank einer ausgetüftelten Apparatur (Bühnenbild Miriam Gämperli) alle Zeiten des "Schwans" in diesem einen Augenblick erlebbar gemacht. Die ersten Pfahlbauer werden beim Neuzuzüger-Apéro begrüsst, Marek aus Böhmen bewirbt sich als Henker und zeigt sein Können am lebendigen Objekt.  Der Horgener Heini Küng entwickelt im Alten Zürichkrieg ganz neue Heimatgefühle und ein Investor verspricht das Big Business. Oliver Kühn, Andi BissigValentin Baumgartner und Theresa Strack laden zur musiktheatralischen Tour d'horizon zur Geschichte des Schwans, Horgens und der Zürichseeregion. Bis sie sich fragen, warum sie als Fremde das tun, wenn es doch so viele Horgener und Horgnerinnen besser wissen. Versumpfen soll hier aber niemand und so hört man besser auf Josi Forrer, denn die hat noch stets das letzte Wort.

Gastronom Ruedi Hintermann und sein Team servieren ein mehrgängiges Menü und lassen auch die Henkersmahlzeit nicht aus. Kurz: Hier kommt exklusiv auf den Tisch, was zu rund 500 Jahren "Hotel und Taverne Schwan" gesagt, gesungen und gespielt werden muss.

...über den schwan, horgen, die zürichseeregion

Idee, Recherche und Spiel: Oliver Kühn

Musik, Komposition, Spiel:  Andi Bissig, Valentin Baumgartner,

Theresa Strack

Bühne:  Myriam Gämperli

Filmsequenzen: Theresa Strack

Kostüme: Joachim Steiner

Historische Mitarbeit: Hans Erdin

Verkehrsverein Horgen: Claudia Della Betta, Monika Gysel

Kulturbau, Winterthur: David Baumgartner, Pascal Mettler

Spezieller Dank der 5. Klasse vom Schulhaus Rotweg und ihrem Lehrer Peter Schwerzmann  


ALLES INKLUSIVE



Im 15. Jahrhundert als Gesellenhaus gebaut, war der "Schwan" lange Zeit gesellschaftliches, wirtschaftliches und politisches Zentrum Horgens. Säumer hielten hier, die über den Zürichsee nach Italien, in den Norden oder über die Bündner Pässe wollten. Sozialdemokraten, Richter und Henker, Hiesige und Fremde, Reisende und Geschäftsleute und auch das Schweizer Fernsehen war mal hier.  Man stritt sich, polterte, politiserte, urteilte, setzte sich wieder hin, schloss Frieden, versöhnte und liebte sich.  - Ein Cosmos in einer anderen Welt eben.

Der Schwan in der Zürichsee-Zeitung vom 30.6.2017